Außerordentliche Kündigung – Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt
Deutsche Gesetze

Außerordentliche Kündigung – Rechtsanwalt Arbeitsrecht in Frankfurt am Main

Eine außerordentliche Kündigung bzw. fristlose Kündigung kann immer nur in krassen Ausnahmesituationen wirksam sein, in denen der Arbeitnehmer durch sein Verhalten das Vertrauensverhältnis zu seinem Arbeitgeber nachhaltig zerstört hat und auch eine Abmahnung als milderes Mittel nicht mehr zumutbar erscheint. Dieses wird insbesondere bei Straftaten durch den Arbeitnehmer zum Nachteil des Arbeitgebers, der Kunden oder Kollegen angenommen. Hier kommen Vermögens- und Eigentumsdelikte wie Diebstahl oder Betrug in Betracht, weiter Körperverletzung oder Beleidigung. Wenn Ihnen eine solche fristlose Kündigung ausgesprochen wird, sollten Sie sich schon deshalb von einem auf das Arbeitsrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen, weil die außerordentliche Kündigung regelmäßig eine 12-wöchige Sperrfrist beim Arbeitslosengeld nach sich zieht.

Darlegungs- und Beweislast für das vorliegen der Kündigungsgründe

Der Arbeitgeber trägt grundsätzlich die volle Darlegungs- und Beweislast für das von ihm behauptete Fehlverhalten des gekündigten Arbeitnehmers. Sehr viele Kündigungen scheitern in der Praxis vor dem Arbeitsgericht bereits daran, dass das Gericht die vorgetragenen Gründe nicht als ausreichend betrachtet, um die Kündigung zu rechtfertigen, selbst wenn es diese als wahr unterstellen würde. In diesem Fall kommt es gar nicht erst zur Beweisaufnahme. Wenn das Arbeitsgericht zu dem Ergebnis kommt, dass die behaupteten Gründe ausreichen könnten, wenn sie denn wirklich vorliege würden, muss der Arbeitgeber das behauptete Fehlverhalten Beweisen. Dies kann durch Zeugen, Urkunden, Fotos oder Filmaufnahmen erfolgen.

2-Wochen-Frist des § 626 BGB

Viele außerordentliche Kündigungen scheitern – wie der Fachanwalt im Arbeitsrecht weiß – schon am Versäumnis der 2-Wochen-Frist des § 626 BGB. Diese Vorschrift besagt, dass der Arbeitgeber eine außerordentliche Kündigung binnen zwei Wochen nach Kenntniserlangung von den Gründen aussprechen muss, wobei es auf den Zugang beim Arbeitnehmer ankommt. Versäumt der Arbeitgeber diese Frist, kann die Kündigung höchstens noch in eine ordentliche, fristgerechte Kündigung umgedeutet werden. 

Sichtet zum Beispiel der Arbeitgeber an einem Montag den 05. Februar ein Überwachungsvideo und erlangt hierdurch Kenntnis, dass sein Angestellter in die „Kasse gegriffen“ hat, so muss er die außerordentliche Kündigung, damit sie wirksam ist, spätestens am Montag den 19. Februar dem Arbeitnehmer zugehen. Eine Verlängerung der Frist um die Anzahl von Tagen, die der Arbeitgeber braucht, um bei Schwerbehinderten das Integrationsamt zur Kündigung anzuhören – oder bei Verdachtskündigungen um die Tage der Anhörungsfrist für den verdächtigen Angestellten – wird dem Arbeitgeber durch die Rechtsprechung zugebilligt.   

Vorgehen gegen die außerordentliche Kündigung

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass ein fristlos gekündigter Arbeitnehmer gut beraten ist, sich durch einen im Arbeitsrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten und die Einhaltung der Fristen und Förmlichkeiten der Kündigung prüfen zu lassen. Schon wenn etwa die 2-Wochenfrist nicht gewahrt wurde und die fristlose Kündigung „nur“ als ordentliche Kündigung wirksam würde, kann dies ganz erhebliche finanzielle Auswirkungen für den betroffenen Arbeitnehmer haben. Gerade bei längeren ordentlichen Kündigungsfristen kann dies dazu führen, dass der Mandant noch mehrere Monate zusätzlichen Anspruch auf Gehalt – auch ohne Arbeitsleistung als Verzugslohn – hat und die Sperrfrist für das ALG I entfällt. Gerne steht Ihnen, wenn Sie die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage gegen Ihre fristlose Kündigung durch einen erfahrenen Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt am Main prüfen lassen wollen, Rechtsanwalt Dr. Frederic Raue kurzfristig für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung. 

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